KIT-München
Das KIT-München nahm bereits 1994 als das erste Team dieser Art seine Arbeit auf. Träger ist der ASB RV München/ Oberbayern e.V. Für die Bewältigung von durchschnittlich 2,2 Einsätzen pro Tag stehen mehr als 50 im Schichtbetrieb arbeitende ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, unterstützt durch drei hauptamtliche Kräfte auf Leitungs- und Verwaltungsebene. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KIT-München kommen aus allen BOS und BOS-nahen Organisationen: ASB, Bergwacht, BF, BRK, Bundeswehr, DLRG, FF, JUH, MHD, NFS, private RD-Firmen, THW, Wasserwacht.
Eine eingehende Personalauswahl, eine fundierte theoretische und eine einjährige praktische Ausbildung sowie kontinuierliche Supervision und Fortbildungen sind dabei die Basis, um verantwortungsvoll Menschen in und unmittelbar nach sehr belastenden Ereignissen gegenüberzutreten und ihnen beizustehen. Die Einbindung in den Regelrettungsdienst sowie die rettungsdienstliche Grundqualifikation aller Einsatzkräfte im KIT-München ermöglicht die Nutzung der Strukturen und Ressourcen zum Nutzen der Betroffenen. Die wertschätzende, langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen Einsatzkräften wie auch den Institutionen der psychosozialen Notfall- und Regelversorgung in München ermöglichen dabei gute Schnittstellenarbeit, gerade auch zum Nutzen der schnellen, kompetenten Anschlussversorgung Betroffener.
Seit Beginn an engagiert sich das KIT-München im Bereich der Qualitätssicherung und (Wirksamkeits-) Forschung in der PSNV und war u. a. auch am Konsensus-Prozess aktiv beteiligt.
Im Verbundprojekt STEPS-B sieht das KIT-München einen weiteren wesentlichen Schritt auf dem Weg zu team- und regionübergreifenden Qualitätsstandards. Das KIT-München unterstützt STEPS-B einerseits durch Fachberatung, eine Arbeitsumgebung und Ressourcen für die Forschenden, ermöglicht andererseits aber auch eine Pilottestung des neuen Einsatzprotokolls.